
Wir alle (Ü16) kennen es. Nach einer tollen Feier wacht man auf und er ist da: Der Kater. Hier einige Wege um selbigen loszuwerden. Zur Bekämpfung eines Katers existieren zahlreiche Vorschläge.
Die gemeinhin empfohlenen Gegenmittel für „den Morgen danach“ sind z. B. eiweiß- und fettreiches Essen, insbesondere Fisch, Saures oder sauer Eingelegtes (z. B. Rollmops) und vermehrte Flüssigkeitszufuhr. Dies wird im Volksmund auch als Katerfrühstück bezeichnet. Zwar fühlt man sich danach oft besser, wissenschaftlich bewiesen ist die Wirksamkeit dieser Speisen gegen den Kater allerdings nicht.
Des Weiteren hilft körperliche Betätigung an der frischen Luft (z. B. Spazierengehen oder schwimmen gehen), um einen Kater schneller zu bewältigen.
Ein weiteres sehr gutes Mittel gegen den Kater ist Natron (chemisch Natriumhydrogencarbonat, im Handel z. B. als Bullrichsalz oder Alka-Seltzer erhältlich). Es neutralisiert die Magensäure. Alka-Seltzer sollte, auch wenn es Natron enthält, nicht zum Neutralisieren eingesetzt werden, da die ASS die Magenschleimhaut angreift. Neben Natron können auch andere Antazide eingesetzt werden.
Vitamin C und B1 sollten eingenommen werden, da Alkohol diese Vitamine aus dem Körper entfernt. Am Abend zuvor sollte man eine stark dosierte Magnesiumtablette zu sich nehmen, erst am Morgen ein Calciumpräparat. Menschen mit Nierenschwäche sollten über die Einnahme von hochdosiertem Magnesium zuvor mit ihrem Arzt sprechen. Von der Einnahme von schmerzstillenden Mitteln (Acetylsalicylsäure und Paracetamol) ist abzuraten, da sie in Kombination mit Alkohol starke Magen- (Aspirin) oder Leberschäden (Paracetamol) hervorrufen können. Ibuprofen gilt als unbedenklich, da es in der Regel keine Schäden am Körper in Verbindung mit Alkohol verursacht, allerdings verstärkt es die Trunkenheit. .
Auch wenn ausdrücklich davon abgeraten werden muss, kann die Wirkung eines Katers mittels Bromazepam (z.B. Lexotanil) deutlich reduziert werden. Im Idealfall würde eine vor dem Schlafen eingenommene Tablette (3 mg) für ruhigeren Schlaf sorgen, der nächste Tag würde dem "Patienten" wesentlich erträglicher vorkommen, auch der bei einem Kater übliche Mangel an Konzentration würde ausbleiben. Prinzipiell sollte die herkömmliche Version des Ausnüchterns jedoch der mit Psychopharmaka vorgezogen werden, insbesondere da dieses Medikament nicht mit Alkohol gemischt werden sollte. Alternativ dazu kann man Bromazepam auch am nächsten Tag einnehmen. Bei Personen, die bei einem Kater zu starker "Überdrehtheit" oder Unruhe neigen, würde es sich positiv auswirken, bei anderen Personen wiederum könnte die beruhigende Wirkung aber zu Übermüdung führen.
Häufig wird auf das so genannte Konterbier zurückgegriffen, ein Bier, welches den Kater in kürzester Zeit beseitigen soll. Im österreichischen und bayerischen Sprachraum auch allgemein als "Reparaturseidl" bzw. "-hoibe" bekannt. Wissenschaftlich belegt ist diese Methode nicht hundertprozentig. Eine gängige Ansicht der Wissenschaftler ist, dass zwar die Blutgefäße kurzzeitig geweitet werden, der Kater aber nur hinausgezögert oder sogar verschlimmert wird, da der abklingende Alkoholrausch durch einen frischen ersetzt und dadurch als weniger schlimm empfunden wird. Teilweise besteht jedoch die Ansicht, dass diese Methode durchaus eine hilfreiche Wirkung besitzt, da die typischen Symptome des Katers nicht durch den Alkohol selbst, sondern durch dessen Abbauprodukte hervorgerufen werden. Wenn nun erneut eine geringe Menge "frischen" Alkohols zugeführt wird, wird der Abbau angeregt, und die Symptome werden abgeschwächt.
Auch manche Cocktails wie Bloody Mary oder Prairie Oyster sollen Katersymptome vermindern. Der Effekt bei der Bloody Mary ist aber wegen des Anteils an Wodka vergleichbar wie beim Konterbier.
Zum Abschluss noch ein Bild vom allseitsbeliebten Rollmops:
Bildquelle: www.erstererster.de