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Von Windows zu Mac OS X wechseln

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Einleitung

Immer mehr Leute möchten gerne eine Alternative zu Windows nutzen. Wenn sowieso ein Hardwarekauf ansteht und man für eine einfache Bedienung gerne den ein oder anderen Euro mehr ausgibt, ist eine mögliche Lösung der Wechsel zu einem Computer von Apple mit dem Betriebssystem Mac OS X.




[bearbeiten] Was spricht gegen einen Wechsel zu Mac OS X?

Es gibt drei Gründe, die gegen den Wechsel zu Mac OS X sprechen. Der erste wären die Computerspiele. Zwar programmieren mittlerweile immer mehr Spielehersteller ihre Spiele auch für das Apple-Betriebssystem, dennoch gibt es noch einige Spiele, auf die man verzichten muss. Auch ist die Hardware der Apple-Computer („Macs“) nicht immer für Spiele ausgelegt.

Wer nur gelegentlich spielt, findet eine mögliche Lösung des Problems in der Sektion „Spiele“.

Der zweite Grund sind eventuelle Spezialapplikationen und ihre Dateiformate. Grundsätzlich gilt, dass es für jedes Programm, welches für Windows verfügbar ist, entweder eine Mac-Version, oder eine vergleichbare Applikation gibt. Dennoch gibt es seltene Programmearten, die nicht unter Mac OS X lauffähig sind.

Mehr zu den Alternativprogrammen, bzw. zu den Programmen, für die Hersteller auch eine Mac-Version (inklusive einer Liste) steht in der Sektion „Liste der Windows-Anwendungen oder Alternativen für Mac OS X“.

Der dritte Grund ist wie bei vielen Dingen der Preis.

[bearbeiten] Dateien

Die meisten Dateien können von Mac OS X problemlos behandelt werden. Bilder sind gar kein Problem, ob JPG, PNG, TIFF, BMP, GIF, oder was auch immer, Mac OS X kann ohne Zusatzprogramme mithilfe seiner „Vorschau.app“ mit solchen Dateien umgehen, einfache Korrekturfunktionen sind ebenfalls vorhanden.


Vorschau.app.jpg


Auch Video-Dateien sind kein Problem. Entweder man nutzt den QuickTime-Player, der wirklich sehr komfortabel ist, allerdings mit Codecs erweitert werden sollte, oder man nutzt den VLC-Player, den einige vielleicht schon von Windows her kennen.


VLC-Player.png


Etwas anders sieht es bei Dokumenten aus. PDF-Dokumente sind überhaupt kein Problem für Mac OS X, es wird nicht einmal der Adobe Reader benötigt, Mac OS X kann problemlos ohne diese Ballastsoftware mit PDFs umgehen.

Dokumente, die mit Microsoft Office Word erstellt wurden (.doc oder .docx) können grundsätzlich von TextEdit angezeigt werden. Dadurch werden jedoch keine Bilder angezeigt und schwierigere Formatierungen gehen verloren. Trotzdem gibt es mehrere Möglichkeiten relativ komfortabel mit Word-Dokumenten umzugehen, unter anderem gibt es auch Microsoft Office für den Mac (welches natürlich gekauft werden muss).


Microsoft_Office.png


Ernsthafte Sorgen sollte man sich nur um Dateien machen, die von den schon angesprochenen Spezialanwendungen erstellt wurden. Diese müssen bei einem Switch vielleicht neu erstellt werden. Dies sind natürlich Ausnahmen.

Weiteres über das Thema steht unter „ Liste der Windows-Anwendungen oder Alternativen für Mac OS X“.


[bearbeiten] Der Kauf des Macs

Jeder muss selbst entscheiden, welcher Mac für einen der richtige ist - Laptop oder Desktop; Power, Größe, Anwendungsgebiet - all das muss beachtet werden.

Die erste Anlaufstelle für eine Bestellung ist für deutsche Kunden wohl die Internetadresse http://store.apple.com/de/browse/home/shop_mac?mco=MTE2ODU. Als Schüler, Lehrer oder jemand, der sonst mit Bildung zu tun hat, sollte man sich einmal die Seite http://www.unimall.de anschauen. Hier gibt es sehr große Rabatte, man kauft trotzdem noch im offiziellen Apple-Store ein! Support gibt es bei Apple Service Providern, egal wo der Mac gekauft wurde. Diese sind überall in Deutschland verteilt.


[bearbeiten] Der eigentliche Switch

Um die Daten auf den neuen Computer zu übertragen, empfiehlt sich eine externe USB- oder FireWire-Festplatte. Je nach Datenmenge könnte das Sichern auf DVDs oder sogar CDs mühselig werden.

Um eine eventuell vorhandene Ordnung zu erhalten ist zu beachten, dass Mac OS X im Gegensatz zu Windows XP den Benutzerordner (welcher in Windows XP „Eigene Dateien“ heißt, in Mac OS X mit dem Login-Namen versehen ist) etwas feiner sortiert. Statt „Eigene Musik“, „Eigene Bilder“ und „Eigene Videos“, heißen die Ordner „Schreibtisch“ (in diesem Ordner sind die Dateien zu finden, die auf dem Desktop liegen), „Dokumente“, „Downloads“, „Library“ (dieser Ordner ist weniger für den Nutzer gedacht, hier befinden sich alle Einstellungen, die in Programmen vorgenommen werden, sollten Probleme mit Programmen entstehen hilft es meist den entsprechenden Ordner des Programms in „Library“ zu löschen), „Filme“, „Music“, „Bilder“, „Öffentlich“ (über diesen Ordner ist es am einfachsten Dateien mit anderen Computern im Netzwerk auszutauschen) und „Websites“.

Bei Windows Vista findet eine ähnliche Sortierung statt, daher ist es etwas einfacher die Dateien an den richtigen Ort zu kopieren.

Die Browser-Lesezeichen kann man je nach Browser exportieren und - ebenfalls je nach Browser - in Mac OS X wieder importieren.


Import.png


[bearbeiten] Dock

Das Dock ist am Mac das Taskleisten-Pendant. In das Dock können oft genutze Programme und Dokumente gezogen werden, es funktioniert also einerseits als Startleiste, andererseits werden gestartete Programme - auch die, die nicht ins Dock gezogen wurden - mit einem Indikator angezeigt (standardmäßig eine Art blaue LED).

Die Programme werden im linken Teil des Docks angezeigt, Dokumente, minimierte Fenster und Stacks im rechten Teil.

Wenn man den Inhalt bestimmter Ordner des öfteren benötigt, kann man den Ordner in den rechten Teil des Docks ziehen. Dabei entsteht ein Stack. Ein Stack kann drei verschiedene Ansichten haben:

List.png Grid.png Fan.png

[bearbeiten] Menüleiste

Das Dock ist zwar so gesehen das Taskleisten-Pendant, aber da Fehlt doch noch etwas! Der Informationsbereich, welcher sich bei Windows in der Taskleiste rechts befindet, ist in Mac OS X rechts oben am Bildschirm zu finden, direkt in der globalen Menüleiste. Hier kann die Lautstärke eingestellt werden, Bluetooth, iChat, Time Machine und vieles weitere minimalistisch kontrolliert werden und WLAN ein- und ausgeschaltet werden. Auch die Uhrzeit, das Datum und bei mobilen Macs auch die Akkulaufzeit werden hier angezeigt.


Picture_1.png


Über Plugins kann auch zum Beispiel iTunes kontrolliert werden, ein Wecker gestellt werden oder die Systemlast angezeigt werden.

Abgesehen von ein paar Plugins, können übrigens die meisten Elemente im rechten Bereich der Menüleiste mit gedrückter cmd-Taste verschoben werden.

[bearbeiten] Fensterelemente

Die Fenster an sich sind etwas anders aufgebaut, als unter Windows. Unter Windows haben wir oben rechts drei Buttons zum Schließen, Maximieren und Minimieren des Fensters. Ähnlich sieht es unter Mac OS X aus. Hier befinden sich die Button, welche in den Farben der Ampel gehalten sind, allerdings oben links.


Ampelbuttons.png


Die Buttons reagieren anders, als unter Windows! Widmen wir uns erst einmal dem roten Button, der zum Schließen eines Fensters gedacht ist:

Wenn unter Windows das letzte Fenster eines Programmes geschlossen wurde, ist das Programm automatisch beendet. Unter Mac OS X läuft das Programm noch weiter (wie man an dem Indikator des Programmes im Dock sehen kann).


Indikatoren.png

Von links nach rechts: EyeTV und iTunes sind gestartet, iPhoto und Image Capture sind nicht gestartet. Dabei ist es nicht zwingend, dass noch irgendwelche Fenster von EyeTV oder iTunes geöffnet sind!


Dies hat den Vorteil, dass danach beim Erstellen eines neuen Dokumente (zum Beispiel ein neues Browser-Fenster) nicht das komplette Programm neu gestartet werden muss.

Der gelbe Button minimiert das Fenster in den rechten Teil des Docks. Wenn auf das minimierte Fenster im Dock geklickt wird, wird das Fenster nicht nur wieder angezeigt, sondern es verschwindet auch aus dem Dock.

Der grüne Buttons funktioniert ebenfalls anders, als der Maximier-Button unter Windows. In Zeiten von 24"-Bildschirmen macht ein maximierte Fenster nur eins: Platz wegnehmen. Deshalb wird beim Klick auch nicht das Fenster maximiert, sondern optimal an den Inhalt angepasst, sodass, wenn möglich, keine Scrollbars nötig sind. Auf kleineren Bildschirmen führt dies ab und zu natürlich zu einer Maximierung.


Wenn man mit gedrückter alt-Taste auf die drei Buttons klickt, werden die Aktionen übrigens auf alle Fenster eines Programmes angewendet.


Der rote Button hat übrigens nicht nur die Funktion ein Fenster zu schließen. Er zeigt zusätzlich auch an, wenn ein Dokument noch ungesichert ist.

Hier sehen wir zwei TextEdit-Dokumente, das obere ist gesichert, das untere nicht:

Gesichert.png Ungesichert.png


Vielleicht fragen Sie sich schon, wo bei TextEdit und anderen Programmen die Menüleiste ist. Diese befindet sich bei jedem Programm einheitlich ganz oben am Bildschirmrand. Daraus folgt, dass auch kleinere Fenster eine lange Menüleiste haben können.

[bearbeiten] Liste der Windows-Anwendungen oder Alternativen für Mac OS X

Die Programme, die nicht verlinkt sind, werden mit dem Mac mitgeliefert. Die Programme mit Sternchen kosten etwas:

[bearbeiten] Einstellungen

Die Einstellungen sind unter  > Systemeinstellungen zu finden.


Systemeinstellungsmenü.png


Es öffnet sich ein neues Programm, welches mit der Systemsteuerung unter Windows zu vergleichen ist. Das Programm ist in verschiedene Kategorien unterteilt, die jeweils ein paar Icons enthalten, hinter welchen sich die Einstellungen verstecken.

Die Systemeinstellungen sind oben rechts im Fenster mit einem Suchfeld bestückt, mit welchem sich Systemeinstellungen einfach finden lassen.


[bearbeiten] Tipps

Der Switch zum Mac ist keine schwierige Sache mehr. Die Einrichtung geht relativ zügig von statten und auch die Kompatibiltät zwischen Windows und Mac OS X ist relativ hoch. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit werden die meisten Leute mit der Bedienung wohl sehr gut zurecht kommen.

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