Bettwanzen erkennen

Bettwanzen Allgemein

Bettwanzen (Cimex lectularius) sind kleine, ovale, bräunliche Insekten ohne Flügel, die
sich von menschlichem Blut ernähren. Erwachsene Bettwanzen sind flach und so groß wie
ein Apfelkern. (etwa zwischen 4,5-8,5 mm) Nach dem Blutsaugen können Bettwanzen
jedoch auf die doppelte Größe anschwellen und sind rot gefärbt.
Bettwanzen haben bei optimalen Bedingungen eine Lebenswertung von etwa 6-12
Monaten. Bettwanzenweibchen produzieren etwa 1 Ei pro Tag. Die Eier sind 0,5 mm lang,
weiß und leicht gekrümmt. Nach etwa einer Woche schlüpfen daraus die etwa 1 mm
großen Nymphen, die sich in der weiteren Entwicklung nach jedem Blutsaugen Häuten
und nach fünf Häutungen ausgewachsen sind. Unter günstigen Bedingungen dauert die
gesamte Entwicklung etwa einen Monat.
Da die Zahl der Bettwanzenbefälle in den letzten Jahren stark angestiegen ist, viele
Menschen jedoch noch nie mit Bettwanzen in Berührung gekommen sind,wissen die
Meisten nicht wie Bettwanzen aussehen oder sich verhalten. Bettwanzen sind zwar nicht
direkt gesundheitsgefährdend, das sie keine Krankheiten übertragen, jedoch sind bei
einem Befall die mittelbaren Folgen auf den Menschen nicht zu unterschätzen. Denn
Bettwanzenstiche jucken stark und können zu allergischen Reaktionen führen. Zudem
stellt ein Bettwanzenbefall regelmäßig eine starke psychische Belastung dar. Es ist daher
wichtig, zu wissen wie Bettwanzen aussehen, damit ein mögicher Befall frühzeitig erkannt
und bekämpft werden kann.
Bettwanzen sind nachtaktiv und halten sich tagsüber in der Regel gut versteckt. Sie halten
sich für gewöhnlich in unmittelbarer Nähe zum Bett auf, etwa in der Matratze, im
Bettgestell oder in den Bodendielen unter dem Bett oder hinter Steckdosen, Leisten oder
Bilderrahmen neben dem Bett.

Bettwanzen von anderen Insekten unterscheiden

  1. Bettwanzen sind flach und oval: Wenn du dir nicht sicher bist, ob es sich bei einem
    gefundenen Insekt um eine Bettwanze handelt, dann sieh dir den Körper genau an.
    Dieser muss sehr flach sein. Bettwanzen werden nicht umsonst Tapetenflundern
    genannt. Vor dem Saugvorgang sind Bettwanzen papierdünn. Bettwanzen haben einen
    ovalen Körper. Nymphen, also kleine Bettwanzen, sehen aus wie Miniaturformen der
    ausgewachsenen Bettwanze, haben also dieselbe Form. Hat die Bettwanze gerade
    blutgesaugt, ist sie nicht mehr flach, sondern prallgefüllt mit Blut, sodass der ganze
    Körper in die Länge gezogen wird.
  2. Bettwanzen sind braun-rötlich gefärbt: Bettwanzen haben eine glänzende rot-braune,
  3. intensive Farbe. Dagegen sind die Nymphen gelblich-durchscheinend gefärbt. Nach
    dem Blutsaugen färben sich diese jedoch intensiv hellrot. Bettwanzen haben zudem
    einen kleinen schwarzen Flack am unteren Ende des Rückens.
  4. Bettwanzen haben keine Flügel: Sieh nach, ob das gefundene Insekt Flügel hat, denn
    Bettwanzen haben niemals Flügel.
  5. Bettwanzen haben sechs Beine: Zähle die Beine des gefundenen Insekts, denn
    Bettwanzen haben in sämtlichen Stadien lediglich sechs Beine.
  6. Bettwanzen haben zwei Fühler. Sieh nach, ob das Insekt Fühler am Kopf hat, die
    kürzer sind als die Beine der Bettwanze.
  7. Bettwanzen haben zwei dunkle, kleine Augen: Sieh dir am Besten mit einem
    Vergrößerungsglas an, ob das Insekt am Kopf zwei dunkle, kleine Augen hat.

Bettwanzen anhand der Spuren erkennen

  1. Suche nach Bettwanzeneiern: Bettwanzeneier sind gelblich-weißlich und länglich
    geformt. Sie haben etwa die Größe eines Salzkorns.
  2. Suche nach Bettwanzenhüllen: Bettwanzenhüllen sind durchscheinend und gelblich.
    Sie haben die Form einer Bettwanze und können daher leicht mit lebenden Tieren
    verwechselt werden.
  3. Suche nach Bettwanzenkotspuren: Bettwanzen hinterlassen auf dem Laken und in der
    Nähe ihrer Verstecke verräterische Kotspuren. Diese sind rötlich-schwarz. Auf harten,
    glatten Oberflächen sind diese flüssig und schmierig. Auf Textilien sehen diese aus wie
    runde Tintenflecken, da sie in den Stoff einziehen. Diese bleiben auch nach einem
    gewöhnlichen Waschvorgang bestehen.
  4. Suche nach Blutfleckenauf dem Bett: Bei einem Bettwanzenbefall findet man auf der
    Bettwäsche häufig auch Blutflecken.

Bettwanzen anhand von Bissen oder Stichen erkennen

  1.  Stiche ausgewachsener Bettwanzen: Auch wenn etwa ein Drittel der Menschen nicht
    sichtbar auf Bettwanzenstiche reagiert, so lassen sich Bettwanzenstiche bei vielen
    deutlich erkennen. Denn diese ähneln großen roten Stichen mit einem dunkleren roten
    Bereich in der Mitte. Zudem zeichnen sie sich durch einen starken Juckreiz aus, der
    etwa stärker ist als bei Moskitostichen.
  2. Stiche von Nymphen: Stiche von Nymphen rufen bei den meisten Menschen gar keine
    körperliche Reaktion hervor und jucken auch nicht. Falls diese erkennbar sind, so
    ähneln sie eher Pickeln, jucken jedoch im Gegensatz zu diesen.
  3.  Allergische Reaktionen: Einige Menschen reagieren auf Bettwanzen Stiche oder Bisse
    allergisch. Das heißt, dass sich bei ihnen große, juckende, auch stark gerötete Beulen
    bilden.
  4. Stichstellen: Bettwanzen können nicht durch Kleidung beissen, da ihr Mundwerkzeug
    Textilien nicht durchdringen können. Grundsätzlich bevorzugen sie Hautstellen, die
    besonders dünn sind und offenliegen, wie etwa den Hals, den Fußspann und die
    Handgelenke. Sie beißen jjedoch auch das Gesicht, die Arme, Hände und Beine. Auf
    dem Kopfhaar können sie sich schlecht fortbewegen, sodass die den Kopf regelmäßig
    meiden. Findet man lediglich dort Stiche vor, handelt es sich wohl eher um einen
    Kopflausbefall.
  5. Wanzenstraßen: Bettwanzen hinterlassen in der Regel mehrere aneinandergereihter
    Stiche, sogenannte Wanzenstraßen. Da man regelmäßig drei aneinandergereihte
    Bisse vorfindet, spricht man scherzhaft davon, dass die Bettwanzen ihr Frühstück,
    Mittagessen und Abendessen eingenommen hätten.

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